Die Kapellengemeinde
Jeetzel-Reetze
KapellenvorsteherInnen  
2012 - 2018
Blanke Sabrina
Engelmann Anne-Rose
Klafak Erika
Kracke Britta

Gottesdienste 11:00 Uhr

Invokavit / Abendmahl
Ostersonntag
Pfingstsonntag
Erntedankfest/Abendmahl (10:30 h)
Volkstrauertag/Abendmahl
1. Weihnachtstag

Historische Fotos

Kapelle zu Jeetzel besteht aus einem älteren Massivteil und einem angebauten Fachwerkbau mit Kreuzholzwerk.
Glocke im Turm auf etwas 1300 datiert.
Küsterdienst:
Annerose Engelmann
Tel.:  05841/3437

Ansprechpartner Friedhof:
Leopold Baron
Tel.: 05841/6384

Pfarramt:

Tel. 05841-6826

 

 

 
 

Zur Geschichte der Kapelle in Jeetzel

          Professor Alfred Kelletat (+) schreibt in seinen Breeser Blättern zur Kapelle in Jeetzel:

"Das kleine Dorf südlich Lüchow (dorthin eingepfarrt), das den Namen des Hauptflusses des Wendlandes trägt, ist womöglich sein ältester Ort, wenn es zu beweisen gelänge, dass er mit dem Handelsplatz Schezla eines karolingischen Kapitulars von 805 wirklich identisch ist. Mithoff meinte (1877), Jeetzel habe 'eine Kapelle ohne Merkwürdigkeiten'; die Heimatliteratur dagegen bezeichnet sie als 'Perle des Wendlands', welchem Urteil wir uns gerne anschließen. 

Das Kirchlein läßt deutlich drei Teile unterscheiden; im Osten den Ziegelbau des Chores auf Feldsteinsockel, innen mit hohem Nischen versehen; in der Mitte Fachwerk mit Ziegelausmauerung; im Westen der herrliche Holzturm aus handgesägten Eichenbrettern, dem eine alte Linde zur Seite steht. Den Innenraum, mit Holzdecke, Emporen in West und Nord schmückt vor allem der Altar mit dem bäuerlichen Aufsatz des 18. Jhdts, eine Kreuzigung, von Engeln reichlich umschwebt, oben der Auferstandene, in der Predella ein Abendmahl. Jetzt mit laienfroher Neubemalung von 1976! Auf der Rückseite ins Holz geschnitzte Namen und Jahreszahlen zwischen 1786 und 1797. Die zum Altar gehörige Kanzel ist vor 20 Jahren leider durch eine neue ersetzt worden. Eine frühe Bronzeglocke 'um 1300' im Gebälk des Turms. Den älteren spitzbogigen Eingang füllt ein Grabstein des Jahres 1741, der einst vor dem Altar lag; außen auf der Nordseite die Grabsteine des einstigen Predigers von Lüchow und Superintendenten von Gartow Ernst August Pott (1747 bis 1829) und seiner Frau, der den Ort sehr geliebt hat."

Quelle: Alfred Kelletat, Kirchen und Kapellen im Wendland, Breeser Blätter 3, Breese im Bruche 1981, S. 21

Die Grabsteine der Eheleute Pott an der Jeetzeler Kapelle


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Im "Gemeindebuch des Kirchenkreises Lüchow" aus dem Jahre1960 findet sich folgende Notiz zur Kapellengemeinde Jeetzel-Reetze:

... 
"Jeetzel ist vermutlich einer der ältesten Orte des Wendlandes. Bodenfunde lassen darauf schließen, daß in dieser Gegend schon in vorchristlicher Zeit eine Langobardensiedlung bestanden hat. Es wird von manchen Forschern angenommen, daß der in dem berühmten Diedenhofer Kapitular Karls des Großen vom Jahre 805 erwähnte Ort "Scheßla" unser heutiges Jeetzel ist. Und so wurde auch 1955 in Jeetzel eine Erinnerungsfeier an das "tausendjährige Dorf" begangen.

Die Geschichte der Jeetzler Kapelle geht nach vorhandenen Urkunden zu schließen weit in das frühe Mittelalter zurück. Der aus Backstein gefügte Ostteil ist der Rest des ersten Kapellenbaues. Der ursprünglich freistehende Turm ist aus schweren handgesägten Bohlen errichtet. Er hatte zwei Glockenstühle, von denen der eine durch Brand zerstört wurde. Die heute noch vorhandene Glocke stammt aus dem 15. Jhd. und zeigt Abbildungen der vier Evangelisten. Zwischen dem ältesten Teil der Kapelle und dem Turm wurde noch vor der Reformation ein Fachwerkbau errichtet, und damals erhielt die Kapelle ihre noch heute bestehende äußere Form. Von der Ausstattung im Innern ist der wahrscheinlich noch aus vorreformatorischer Zeit stammende Altartisch und der ebenfalls mittelalterliche Altar zu erwähnen." ...

Quelle: Gemeindebuch des Kirchenkreises Lüchow, Osnabrück 1960, S. 24 f.    

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